ReferenzFachwerk · Zustandsbeurteilung · Sontra-Berneburg

Fachwerkscheune Sontra.

Objektive bauliche Zustandsbeurteilung einer denkmalgeschützten Fachwerkscheune — mit Drohne, 3D-Modell und systematischer Schadenskartierung.

Fachwerkscheune Sontra-Berneburg
Fachwerkscheune Sontra-Berneburg
01

Erhaltungsfähig — oder nicht?

Eine denkmalgeschützte Fachwerkscheune in Sontra-Berneburg, Berneburger Straße 11, gibt seit Jahren Anlass zur Sorge: provisorische Notabdeckungen aus Wellblech, sichtbare Verformungen im gesamten Bau.

Beauftragt wurde eine bauliche Zustandsbeurteilung mit dem Ziel, die Erhaltungsfähigkeit objektiv festzustellen — keine Sanierungsplanung, keine Maßnahmenempfehlung, nur die sachliche Feststellung.

02

Drohne, 3D-Modell, Vor-Ort-Befundung.

DrohnenbefliegungVollständige Außenerfassung aller Fassaden, auch nicht zugängliche Dachbereiche
3D-Modell & OrthofotoPhotogrammetrische Planunterlagen als Kartierungsgrundlage
Schadenskartierung4 Ansichten, 9 Kategorien, DIN A3, farbcodiert
Fachliche AbstimmungRestaurator im Zimmererhandwerk und Holzbau Gunkel (2024)
03

Drei Baukonstruktionen. Alle kritisch.

Das Schadensbild betrifft nicht einzelne Bereiche, sondern alle drei Konstruktionsebenen gleichzeitig — und die Schäden verstärken sich gegenseitig.

  • Durchfeuchtung und Fäulnis an Sparren, Pfetten und Schwellbalken
  • Massiver Insektenbefall durch den Gemeinen Nagekäfer (Anobium punctatum)
  • Verformungen und Durchbiegungen über den materialtypischen Toleranzwerten
  • Sockelmauerwerk: Dauerfeuchte, vollständiger Fugenverlust, Setzungen
  • Lehmgefache großflächig zerstört, spätere Ausfachungen ohne Verbundwirkung
  • Keine wirksame Horizontalabdichtung mehr — Feuchte direkt in der Holzschwelle
04

Die Feststellung.

„Aus fachlicher Sicht ist ausschließlich der Abbruch des bestehenden Bauwerks als verbleibende Option festzustellen."— Ergebnis der Zustandsbeurteilung

Eine Sanierung würde den nahezu vollständigen Austausch der Holzkonstruktion erfordern — und wäre damit keine Sanierung im baulichen oder denkmalfachlichen Sinne mehr. Die Feststellung ist keine planerische Empfehlung, sondern ergibt sich aus der objektiven Bewertung des Ist-Zustands; die abschließende rechtliche und fachliche Entscheidung liegt bei Behörde und Eigentümer.

Das ist keine angenehme Botschaft. Aber es ist die richtige. Ein Auftraggeber, der weiß, woran er ist, kann handeln — gegenüber Denkmalbehörde, Versicherung und Gericht.

Kontakt

Bestand einschätzen lassen.

Bei einer Erstbegehung bewerte ich Schadensbild, Substanz und Risiken direkt vor Ort — eine erste fachliche Einschätzung zum weiteren Vorgehen, verständlich und ohne Verpflichtung.